Unsere Weltmeisterinnen hautnah

Was haben Jasmin Bleul, Christine Heinrich und Sophie Wachter mit der deutschen Fußballnationalmannschaft gemeinsam? Das deutsche Kata-Damenteam stand wie die Profi-Kicker bei den Weltmeisterschaften 2014 ganz oben auf dem Treppchen. Im Wettbewerb Kata-Damen Team begeisterten die drei Karatekämpferinnen alle Zuschauer in Bremen und sicherten sich dank großem Kampfgeist und perfekter Technik den verdienten WM-Titel.

Bei ihren Wettkämpfen treten Jasmin, Christine und Sophie immer sehr konzentriert und kämpferisch auf. Doch wie ist das erfolgreichste deutsche Kata-Trio aller Zeiten sonst? Das Kids-Magazin hatte Gelegenheit die sympatischen Drei am Rande des Oster-Lehrganges in Maintal näher kennen zu lernen.

wm maedels


Wann und warum habt ihr mit Karate angefangen?


Christine:
Da meine Eltern beide Karate gemacht haben, bin ich also sozusagen mit Karate aufgewachsen. Schon als ich sechs Jahre alt war, trainierten meine Schwester und ich regelmäßig mit anderen Kindern. Das hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht und wir haben dort viele Freunde gefunden.

Sophie:
Vor 15 Jahren habe ich mit Karate angefangen. Mein ältester Bruder hat an einem Anfängerkurs belegt. Ich habe zugeschaut und wollte dann unbedingt mitmachen!

Jasmin:
Angefangen habe ich 2000 im Alter von 7 Jahren. Mein Papa wollte unbedingt, dass ich mich ordentlich verteidigen kann und ich wollte einfach Sport treiben. Wir haben dann eine Anzeige in der Zeitung gelesen und ich habe gleich an einem Probetraining teilgenommen.


Was war Euer schönstes Karate-Erlebnis?

Christine:
Ohne Frage: Die Weltmeisterschaft in Bremen 2014! Ich bin sehr dankbar für jede Unterstützung, die wir bekommen haben. Das war ohne Zweifel ein unvergessliches Erlebnis und die bisher schönste Zeit in meinem Leben!

Jasmin:
Auch für mich war mit Abstand die gesamte WM 2014 in Bremen mein persönliches Karate-Highlight! Allein die Atmosphäre und die Unterstützung von so vielen Leuten waren unbeschreiblich! Die Krönung waren für mich dann ganz klar meine Bronze Medaille im Einzel , unser Finaleinzug im Team und unser Sieg!:)

Sophie:
Mein schönstes Erlebnis war die Entscheidung im WM Finale 2014 als wir im Team Japan geschlagen haben!


Was würdet einem jungen Karateka zu Beginn seines Weges empfehlen?

Sophie:
Immer mit Spaß an die Sache rangehen und am Anfang nicht gleich verzweifeln, wenn es nicht sofort klappt.

Christine:
Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm am Karate Freude macht und ihn begeistert. Und das darf man dann nie vergessen! Daran sollte man sich immer wieder erinnern – auch wenn einem einmal etwas nicht so leicht fällt.

Jasmin:
Hinterfragt Euer Karate und Eure Techniken. Nicht nur engstirnig denken, sondern versuchen sich stetig weiter zu entwickeln. Man sollte sich auch Meinungen anderer zu Herzen nehmen - man kann aus allem und jedem etwas lernen und somit an Erfahrung gewinnen.


Karate macht Euch Spaß, weil...

Jasmin:
Man nie auslernt. Karate ist außerdem so vielseitig, Klappt eine Sache nach langem Training endlich gut, findet man andere Baustellen an denen man arbeiten muss.

Sophie: Karate macht mir Spaß weil man immer etwas dazulernen kann und es nie langweilig wird.

Christine:
Es für mich immer wieder eine Herausforderung ist, nach der perfekten Technik zu suchen. Mir macht es Spaß, immer wieder neue Bewegungen zu lernen und die dann möglichst perfekt auszuführen.. Und natürlich macht es am meisten Spaß, wenn eine Technik oder Kata gut gelingt! Aber dafür muss man viel üben.

WM plakat